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Die Bücheroase

Wie entstand sie? Viele freiwillige Hände waren nötig, um aus einer ehemaligen Telefonzelle diesen „Bücherschrank der Nachbarschaft“ zu erschaffen. Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit so vieler Nachbarinnen und Nachbarn war die Initiative der Kiezoase Schöneberg, dem Nachbarschafts-und Familienzentrum des Pestalozzi-Fröbel-Hauses. Mit Mitteln aus dem Fördertopf „FEIN – Freiwilliges Engagement in Nachbarschaften“ und der Unterstützung der „Fliegerwerkstatt“ und dem „Juxzirkus“ wurde aus einer Idee Wirklichkeit.

Wie funktioniert die Bücheroase? Das Motto heißt „Nimm ein Buch – bring ein Buch“. Ein reger Austausch sorgt für tägliche Veränderungen im Regal. Der Großteil der gespendeten Bücher ist in einem sehr guten bis guten Zustand, nur selten landen zerfledderte, zerrissene Exemplare hier. Geradezu luxuriös ist die automatische Beleuchtung, die das Suchen nach dem neuen Buch auch in der dunklen Jahreszeit und nachts ermöglicht.

Wer engagiert sich? Betreut und gepflegt wird die Bücheroase täglich von einer kleinen, festen Gruppe Freiwilliger, die regelmäßig die Regale ordnen und die Zelle in Schuss halten. Manche Nachbarn meinen es zu gut und stellen Kartons voller Bücher hinein. Da es kein Hinterzimmer für die Spenden gibt, die nicht mehr ins Regal passen, ist das dann jedes mal viel Arbeit. Denn auch solches „viel zuviel“ an Bücherspenden muss irgendwo trocken zwischengelagert werden, um nach und nach in die Regale einsortiert werden zu können.

Was wird gebraucht? Besonders freuen sich die Bücheroasenmenschen über gespendete Kinderbücher. Das ganze untere Regalfach soll im Laufe der Zeit ausschließlich mit Kinderbüchern, auch Bilderbüchern, gefüllt werden. Dabei sind alle Sprachen willkommen.
(Artikel „Nachbarschaft“, veröffentlicht am 26.02.2019 von S. Kneist auf tagesspiegel.de)